Jahrbuch mit neuem Gesicht
Jahrbuch 2008/2009 erschienen
Mit dem letzten Satz von Arnold Schönbergs Zweitem Streichquartett op. 10 und seinen Drei Klavierstücken op. 11 entstanden um die Jahreswende 1908/09 die ersten später als atonal bezeichneten Kompositionen. Hundert Jahre danach nahm das Symposion des Staatlichen Instituts für Musikforschung dieses Ereignis zum Anlass, ein kritisches Resümee der musiktheoretischen Bemühungen um die Atonalität zu wagen. Die Beiträge zum Symposion sind in diesem Band versammelt: Das Potential einer mittlerweile schon klassischen Theorie wie der set theory Allen Fortes kommt ebenso auf den Prüfstand wie neuere Ansätze, etwa die transformational analysis oder die post-tonal theory. Ergänzende Essays weiten den Blick über den Bereich der Musiktheorie hinaus auf atonale Elemente in Werken von Claude Debussy oder Hanns Eisler. Jenseits des Themenschwerpunkts 100 Jahre Atonalität beschäftigen sich schließlich zwei Aufsätze mit Beständen des Instituts: zum einen mit dem Manuskript von Rued Langgaards Sinfonie Nr. 1 und seiner wechselvollen Geschichte, zum anderen mit einem Reintoninstrument Arthur von Oettingens, dem Orthotonophonium.
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